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Verständnis IKP

Ideenskizze für den Verein Initiative Kritische Psychologie


Ausgangslage und Zielsetzungen
Mit 8. Jänner 2013 wurde in Wien der Verein "Initiative kritische Psychologie. Verein zur Vernetzung, Förderung und Verbreitung kritisch-psychologischer Inhalte und Aktivitäten" gegründet.

Der Verein IKP möchte kritisch-psychologisches Wissen und kritisch-psychologische Praktiker_innen und Forscher_innen vernetzen, um kritische Psychologien zu stärken, zu verbreiten, voranzubringen und weiter zu entwickeln, sowohl was die diversen Inhalte angeht, als auch die gesellschaftliche, institutionelle und mediale Präsenz und ihre Einflüsse.

Der Verein will die Orte Universität, freie Wissenschaft, Praxis und Web hinsichtlich kritisch-psychologischer Inhalte (mit-)gestalten und verknüpfen. Dies soll über Veranstaltungen, Projekte und Förderung selbiger, sowie über Vernetzungstreffen und Versammlungen von Initiativen im realen sowohl im digitalen Raum passieren.

Theoretische Grundlage
Der Verein IKP dient dem Prinzip der Aufklärung in dem Sinne, dass alle (psychologischen) Erkenntnisse zu fördern sind, die den Menschen dabei helfen, von erniedrigten, geknechteten, verlassenen und verächtlichen Wesen (Marx) zu reflektierten, gesellschaftskritischen, solidarischen, emanzipierten und freien Wesen zu werden. Daraus ergibt sich u. a. die Absage an alle rassistischen, antisemitischen, nationalistischen, sexistischen, klassistischen, kolonialen u.ä. Haltungen, Handlungen und Aussagen.

Es ergibt sich weiterhin die Absage an eine Psychologie, die ihre Position in der Gesellschaft nicht reflektiert und sich somit herrschenden Interessen dienstbar macht und gar diesen sich anbiedert.

Aktivitäten
Die Aktivitäten können vielfältig sein, doch müssen sie im Zusammenhang mit den Zielen des Vereins stehen: Organisation bzw. Unterstützung bei selbiger von Vorlesungsreihen, Vortragsreihen, Einzelvorträgen, Veröffentlichungen, Tagungen/Symposien/Konferenzen, Einzelprojekten (Diplomarbeiten etc.) usw. usf.

Zudem will der Verein ein Sprachrohr sein, um gesellschaftlichen, medialen sowie politischen Diskursen mit psychologischen sowie human- & sozial-wissenschaftlichen Inhalten mit kritisch-psychologischen Perspektiven zu begegnen mit dem Ziel einer Förderung einer mündigen Psychologie, die sich nicht herrschaftlicher Interessen in ihrer systemlegitimierenden Form unterwerfen muss.

Eine tragende Säule des Vereins ist die Vernetzung von und mit schon bestehenden Initiativen, Projekten, Vereinen, Organisationen und Gruppen.

Treffen/Sitzungen
Der Vorstand wird sich einmal im Quartal treffen, um Beschlüsse zu fassen (s. u. „Vereinsstruktur“) und die weiteren Tätigkeiten zu planen und zu koordinieren. Notwendig für die Beschlussfähigkeit sind mindestens die Hälfte des Vorstandes. Andere Vereinsmitglieder und Interessent_innen sind willkommen.

Mitarbeit
Die Mitarbeit im Verein kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen, z. B. durch Ausfüllen einer offiziellen Position, durch Gründung einer Arbeitsgruppe, durch Leitung eines Projektes oder einfach durch die aktive Mitarbeit bei irgendeiner stattfindenden oder sich in Planung befindenden Aktivität.

Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft basiert auf dem Prinzip der freien Spende. Der Verein wird für die Förderung bestimmter Projekte und Aktivitäten, sowie für die Abwicklung üblicher Vereinstätigkeiten Geld brauchen, trotzdem soll es keinen fixen Mitgliedsbeitrag geben, sondern jeder* und jedem* soll es offen stehen, wieviel sie* oder er* beitragen will bzw. kann. Außerdem kann der Mitgliedsbeitrag auch in Sachspenden bestehen (Büromaterial usw.).

Vereinsstruktur
Die vorgesehenen Organe des Vereins sind die Generalversammlung, der Vorstand, die Rechnungsprüfer_innen und das Schiedsgericht. Die Rechnungsprüfer_innen müssen vom Verein unabhängig sein.

Eine Generalversammlung muss vom Gesetz her mindestens einmal alle zwei Jahre stattfinden.

Der Vorstand besteht aus: Vorsitzender*/Vorsitzendem*, Stellvertreter_in, Schriftführer_in, Stellvertreter_in, Kassier_in, Stellvertreter_in, also insgesamt sechs Positionen. Das Gesetz verlangt, dass mindestens zwei Personen diese Positionen einnehmen. Wünschenswert wäre es, wenn es mehrere wären. Die hier nominierten Personen sind berechtigt, den Verein nach Außen zu vertreten und z.B. Unterschriften etc. zu tätigen, die dann für den Verein gelten.

Der Vorstand wird alle zwei Jahre gewählt. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte anwesend ist. Entscheidungen sind konsensuell zu treffen. In dringenden Angelegenheiten wird mit 2/3-Mehrheit entschieden, falls kein Konsens erzielt werden konnte.

(Version 1.1, 30.03.2013, Daniel Sanin, Jan Greifenstein)